„Brundibárs Ballspiel“ und „Verweigert den Krieg!“ als bilinguales (Gebärden- und Lautsprache) visuelles Theater bei den „besonderen Salzburger Festspielen in der kleinen Gemeinde Hüttschlag.
Am Tag wie die großen weltbekannten Festspiele in der Landeshauptstadt eröffnet werden, finden – zum sechsten Mal – auch „besondere Salzburger Festspiele“ in einer kleinen Gemeinde im Pongau statt. Im Turnsaal der Volksschule Hüttschlag (Bezirk St. Johann im Pongau) gastiert wieder „Arbos – Gesellschaft für Musik und Theater“ mit einem bilingualen Programm, gespielt wird in Österreichischer Gebärden- und in deutscher Lautsprache.
Auf dem Programm stehen heuer „Brundibárs Ballspiel“ und „Verweigert den Krieg!“. Ersteres ist visuelles Theater mit bunten Luftballons, Kegelspiel, Flaschen und Schlagwerk zum Spüren und Begreifen. Basis sind musikalische Motive aus der Kinderoper „Brundibár“ von Hans Krása (Komponist) und Adolf Hoffmeister (Librettist). Davon ausgehend entwickelte der österreichische Komponist Werner Raditschnig ein Stück visuelles Musiktheater, das in Österreichischer Gebärdensprache und deutscher Lautsprache gespielt und gebärdet wird. Es spielen der gehörlose Schauspieler Werner Mössler und der Schlagwerker Adi Schober in der Regie von Herbert Gantschacher.
Am 5. Jänner 1916 – noch vor dem Kriegseintritt der USA – hatte sie in der New Yorker Carnegie-Hall ihre berühmt-berührende Rede gegen den Krieg gehalten, in der sie unter anderem – hier auf Deutsch übersetzt – sagte: „Jeder moderne Krieg hat seine Wurzel in Ausbeutung“.
„Verweigert den Krieg!“ – ein Motto das derzeit so aktuell wie schon lange nicht ist dreht sich um Helen Keller und Wilhelm Jerusalem. Die berühmte gehörlose und blinde US-Schriftstellerin Helen Keller war auch Menschenrechtsaktivistin und Kriegsgegnerin.
Der Wiener Reformpädagoge, Pazifist und Philosoph Wilhelm Jerusalem stand in regem Austausch mit Helen Keller. Er hat ihr literarisches Talent erkannt. Auch er ein Kriegsgegner, schildert schonungslos die Kriegsfolgen, die Hungersnöte und weiß auch, dass dieser Frieden keine Lösung ist.
Für Helen Keller war Wilhelm Jerusalem der „Moses der Taubblinden“. Beide waren im gegenseitigen Briefkontakt, die Korrespondenz wurde durch den Krieg jäh unterbrochen und konnte erst nach Weltkriegsende am 20. Feber 1920 fortgeführt werden.
Ihre Rede und der Dialog der beiden sind Basis der Inszenierung dieses visuellen Theaters – und nicht zuletzt als aktuelle Warnung zu verstehen, in Rüstung und Krieg eine Lösung von Konflikten zu sehen.
Neben Mössler und Schober (siehe „Brundibárs Ballspiel“) schlüpft hier noch Rita Luksch in die Rolle Helen Kellers.
Detail-Infos – wann und wo – in der Info-Box am Ende des Beitrages.
Visuelles Theater mit bunten Luftballons, Kegelspiel, Flaschen und Schlagwerk zum Spüren und Begreifen in bilingualer Inszenierung in Österreichischer Gebärdensprache und deutscher Lautsprache
Visuelles Theater von Helen Keller und Wilhelm Jerusalem in bilingualer Inszenierung in Österreichischer Gebärdensprache und deutscher Lautsprache
Es spielen und gebärden Werner Mössler, Rita Luksch und Adi Schober
in Szene gesetzt von Herbert Gantschacher
18. Juli 2026
16 Uhr
5612, Hüttschlag (St. Johann im Pongau)
ACHTUNG!
NEUER Spielort (wegen eines Wasserschadens im Turnsaal der Volksschule)
FEUERWEHRHAUS: Hüttschlag 1
Eintritt: freie Spende für den Pongauer Gehörlosenverein
Schriftliche Anmeldung wegen des begrenzten Platzangebots erbeten unter: pongauer.gehoerlosenverein@gmail.com
oder info@gemeindehuettschlag.at
oder bei ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater: arbos.salzburg@arbos.at
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