Kinder Jugend Kultur und mehr - Logo
Kinder Jugend Kultur Und mehr...
Foto zu "Gute Nacht Zitrone"
Foto zu "Gute Nacht Zitrone"
06.06.2026

Nun schafft es die mysteriöse Zitrone sogar in den Titel

Neue, kürzere Version einer poetischen Tanzperformance um Pendeln zwischen Ruhe und Bewegung für junge und jüngste Kinder.

Fast wie miteinander verwachsen, nur durch Pölster voneinander getrennt lümmeln drei Tänzer:innen über einer großen Lautsprecherbox mittig am hinteren Ende des weißen Tanzbodens ibn Sall 1 des Dschungel Wien (MuseumsQuartier). Erste junge und jüngste Kinder erobern die Fläche davor gehend, krabbelnd, einige zaghaft, andere eher forsch-entdeckend. Die anderen verharren bei den erwachsenen Begleitpersonen auf den U-förmig angeordneten Bänken bzw. Sitzpölstern.

Bevor das Tanztrio – Elias Choi-Buttinger, Roland Géczy, Sonja Stojanović-Aufreiter – aus der doch eher verkrampft scheinenden und doch locker wirkenden fixen Position zum „Leben“ erwacht, wird erklärt: Die Kinder müssten jetzt doch die Bühne verlassen, am Ende – nach rund einer halben Stunde – dürfen sie diese wieder in Beschlag nehmen – beim spielerischen Ausklang der Tanzperformance „Gute Nacht Zitrone“ (Konzept und Choreografie: Silke Grabinger).

Start-Szenenfoto aus
Foto zu „Gute Nacht Zitrone“

Verwandelbare Schlafsäcke

Bei den raumgreifenden großen Bewegungen der Performer:innen mit den aus den vermeintlichen Pölstern hervorgeholten Schlafsäcken, die ausgebreitet in die Tanz-Moves eingebunden werden, wird das auch klar. Es könnte zu Kollisionen kommen. Davor – in noch verpacktem Zustand – werden die Schlafsäcke einander zugeworfen. Die Verpackungs-Säcke selber entpuppen sich – umgedreht und das innere hervorgeholt – zu haarigen Gesichtern oder Mündern.

Die Schlafsäcke selber verwandeln sich im Laufe der Tänze zu Höhlen, einer Art Tunnel, durch den einer der Tänzer immer wieder springt. Sich verbergen und wieder auftauchen, schlafen und erwachen… viele Szenen spielen die drei. Die wohl beeindruckendsten Bilder ergeben sich in den Szenen, in denen die Schlafsäcke so verbunden werden, dass sie bunte Flügel eines Schmetterlings ergeben, dessen Körper Sonja Stojanović-Aufreiter tanzt. Die beiden Kollegen Elias Choi-Buttinger, Roland Géczy sorgen in den Drehungen dafür, dass die Flügel entfaltet bleiben.

Foto zu
Foto zu „Gute Nacht Zitrone“

Auf einmal ist sie da

Irgendwann „zaubert“ einer des Trios eine echte Zitrone herbei. Mit ihr spielen die Tänzer:innen und sie spielt eine so große Rolle, dass sie es sogar in den Titel dieser Performance für junge und jüngste Theaterbesucher:innen geschafft hat.

In der Version für ältere Kinder und junge Jugendliche (8 – 12 Jahre), die etwa doppelt so lang ist und auch mit akrobatischen Passagen aufwartet, war sie zwar auch mindestens genauso lang präsent, aber in „Eat sleep dance repeat – Rest in Motion“ (Essen, schlafen, tanzen, wiederholen – Ruhe in Bewegung) mit teils anderen Tänzer:innen; Besprechung unten am Ende des Beitrages verlinkt; nicht titelgebend.

Wofür die Zitrone stehen mag? Bleibt jeder und jedem selber überlassen!

Schon gegen Ende der Performance wird diese dann doch zur interaktiven, nach und nach werden jene Kinder, die sich der Tanzflüche nähern ins bewegte Spiel miteinbezogen.

Foto zu
Foto zu „Gute Nacht Zitrone“
INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Gute Nacht Zitrone

Silk Fluegge; Tanzperformance mit spielerischem Ausklang für Kleinstkinder; ca. ½ Stunde; 1 bis 4 Jahre

Konzept und Choreografie: Silke Grabinger
Performer:innen: Elias Choi-Buttinger, Roland Géczy, Sonja Stojanović-Aufreiter
Dramaturgie: Ludwig Felhofer, Silke Grabinger
Kostüme: Bianca Fladerer
Licht: Max Windisch-Spoerk
Produktions- und Probenleitung: Gergely Dudás-Simó, Kirin España
Produktionsteam: Julia Lehner, Veronika Selinger

Wann & wo?

6. Juni 2026
Dschungel Wien: 1070, MuseumsQuartier
Telefon: 01 522 07 20-20
dschungelwien –> gute-nacht-zitrone

silk.at –> gute-nacht-zitrone