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Mehrsprachige Friedenstransparente und bunte Fähnchen
Mehrsprachige Friedenstransparente und bunte Fähnchen
22.09.2026

Papierene Tauben und andere Friedenssymbole sowie 8 Minuten Stille

Aktion in der Wiener Innenstadt zum Weltfriedenstag; und die Friedensflotte Mirno More ist wieder unterwegs.

Friedenstauben – aus Papier in Origami-Technik gefaltete, ausgeschnittene und weiß auf blauem Hintergrund auf Fahnen in der englischen Version „Peace“ sowie als Schrift in bunten Buchstaben bzw. in vielen Sprachen und manchen Schriften waren Montagvormittag in der Wiener Innenstadt auf dem großen Platz Am Hof zu sehen. Kinder und Jugendliche aus etlichen Schulen – nicht nur der Bundeshauptstadt, sondern auch aus Niederösterreich angereist – hatten darüber hinaus so manches eigenhändig gestaltetes Plakat mitgebracht.

UNO-Tag

Rund eine Stunde lang versammelten sie sich in einem großen Kreis. Anlass: Der Weltfriedenstag. Oder einer derer. so wie es mehrere Weltkindertage – 1. Juni, 20. September, 20. November – gibt, so sind auch einige Tage dem Weltfrieden gewidmet. Die katholische Kirche begeht ihren mit dem Jahresanfang am 1. Jänner, in Deutschland wird der 1. September als Antikriegstag begangen. Und seit 1981 und später ganz offiziell seit 2002 gilt der 21. September als offizieller UNO-Weltfriedenstag. An diesem Tag im Jahr 1981 hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet: „Dieser Tag soll offiziell benannt und gefeiert werden als Weltfriedenstag (International Day of Peace) und soll genützt werden, um die Idee des Friedens sowohl innerhalb der Länder und Völker als auch zwischen ihnen zu beobachten und zu stärken.“

„Ich bin Friede“

Zu der Kundgebung Am Hof hatte wiederum eine andere Initiative – ISCTH – International Spiritual Council for Transforming Humanity – eingeladen, die weltweit unter dem Hashtag #Iam Peace agiert, also unter dem Grundsatz, dass der Freide in jeder und jedem einzelnen beginnt. „Die Menschlichkeit ist unsere Mission, Freundlichkeit ist unsere Sprache“ ist einer der zentralen Grundsätze dieser aus Indien kommenden spirituellen Friedensinitiative, der sich unter anderem auch das Jane Goodall-Institut angeschlossen hat.

Kinder als Konfliktmanager:innen

„Wir haben bei uns in der GaLeMo (Ganzheitliches Lernen nach Montessori) Kinder, die Konfliktmanagerinnen und -manager sind. An die können wir uns wenden, wenn wir einen Streit haben. Das klappt sehr gut“, verraten Schüler:innen aus dieser Klosterneuburger Schule Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… sie sind mit aus hellblauem Papier gefalteten Tauben gekommen.

Gemaltes Herz

Viele verschiedene, darunter auch gänzlich handgemalte, Tafeln haben Kinder aus der „Nova“, der Volksschule Novaragasse (Wien-Leopoldstadt) mitgebracht, unter anderem „Kinder brauchen Frieden“, „Kinder Zukunft“ und „Friede beginnt im …“ – und dann ein gemaltes großes rotes Herz. „Wir sind eine Gebärdenklasse“, vertrauten Kinder dieser Schule dem Reporter an. „Eine Mitschülerin ist gehörlos und wir haben alle von Anfang an auch die Gebärdensprache gelernt“, verkünden hörende Mitschüler:innen zurecht stolz darauf neben Deutsch, Englisch und noch so manch anderer mitgebrachter Sprach noch eine erlernt zu haben.

Satz-Puzzle

„Möge Friede auf Erden sein!!!“ – jedes Wort auf einem eigenen Plakat hatten Kinder der Regenbogenschule Darwingasse mitgebracht – und mussten sich da erst so sortieren, dass der Satz zusammenpasste.

Berufsschüler:innen

Angehende Apotheken-Mitarbeiter:innen aus der Berufsschule Hütteldorfer Straße im Beruf PKA – Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz – hatten ebenfalls viele unterschiedliche – computergestaltete Plakate mitgebracht. die einen mit Sprüchen wie „Frieden beginnt mit uns!“, „Nicht Hass, nicht Gewalt, sondern Menschlichkeit verbindet die Welt“, „Kein Krieg. Kein Hunger. Keine Angst.“, „We need Peace. #No Violence“, andere verbanden Sprüche mit bunter Grafik.

Acht Minuten

Zwischen Reden und Liedern gab es auch ungefähr acht Minuten Stille in dem großen Kreis, in dem viele einander an den Händen hielten und die Kraft dieser inneren und äußeren friedlichen Ruhe zu spüren suchten. Auf KiJuKU-Frage nach der Bedeutung der acht, hieß es – einerseits sei ja eine liegende 8 das Symbol der Unendlichkeit und andererseits seien acht Minuten vielleicht auch gut aushaltbar.

Friedensflotte Mirno More

Der Weltfriedenstag fällt auch (fast) immer in die Segelwoche der Friedensflotte Mirno More. Seit mehr als 30 Jahren segeln Kinder und Jugendliche vieler verschiedener Nationalitäten, Religionen, unterschiedlicher sozialer Hintergründe, mit und ohne Behinderung in Kroatien gemeinsam unter den Flaggen des internationalen Friedenszeichens. „Mirno More“ selbst bedeutet friedliches Meer und ist ein uralter dalmatinischer Seefahrergruß, der sich in erster Linie auf die See selber bezieht, aber für diese Initiative nach den Kriegen in Ex-Jugoslawien eine Erweiterung der Bedeutung erfahren hat. Angefangen mit 17 Kindern auf drei Booten ist das erlebnispädagogische Projekt schon seit vielen Jahren auf jeweils einige Hundert Kinder / Jugendliche / Erwachsene auf 100 Segelschiffen angewachsen.

kijuku_heinz

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iscth.org

mirnomore.org

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