Eröffnungsvorlesung der 24. Kinderuni Wien mit zwei Lehrenden über Bakterien und Viren.
Nach der offiziellen Eröffnung der 24. Kinderuni Wien mit großem Transparent und durchschnittenem roten Band – dazu ein eigener, unten am Ende verlinkter, Bericht – wandert eine der Gruppen der Jung- und Jüngst-Studierenden zum Hörsaalzentrum im Nachbarhof. „Mikroben – klein aber oho!“ steht auf dem „Stundenplan“.
Die Kinderuni-Student:innen alle in den dieses Jahr pinken T-Shirts treffen auf die lehrenden in lila. Erste Frage an die Kinder: Wie viele sind jetzt hier im Saal?“ Ein Kind schätzt „so ungefähr 100“.
Könnte jetzt abgezählt werden, kommt aber so ungefähr hin. Und doch auch wieder nicht. „Wir sind hier gut eine Milliarde Organismen im Raum“, so Michael Wagner von der Uni Wien, der die Vorlesung gemeinsam mit Angela Sessitsch vom AIT – Austrian Institute of Technology hält. Beide sind Teil des Netzwerks „Micro Planet Cluster of Excellence“, also eines Zusammenschlusses von ausgezeichneten Forscher:innen auf dem Gebiet dieser kleinsten Lebewesen – in allem Lebendigen sowieso: in Menschen, Tieren, Pflanzen…
Und nicht nur dort, sondern auch auf ganz und gar nicht lebendigen Oberflächen halten sie sich. Was spätestens seit Corona allgemein bekannt wurde.
Petrischalen mit unterschiedlich vielen dann schon sichtbaren Bakterien von Handabdrücken werden durch die Reihen gegeben. Wie schnell sich allein durchs Hände-geben diese verbreiten wird in einem kleinen Experiment sozusagen versinnbildlicht. An die / den ersten der Sitzreihen im Hörsaal streuen Helfer:innen Glitzer. Dann Händeschütteln und… – so wird sichtbar wie schnell und wie viel da weitergereicht wird.
Aber Bakterien sind viel mehr nützlich als schädlich. Ohne sie gäb’s Leben überhaupt gar nicht, anders verhält es sich mit den noch viel kleineren Viren – lernen manche der Kinder. Viele wussten das schon und bringen ordentlich viel Wissen mit. Und jedenfalls viele Fragen. Für alle ist gar nicht Zeit. Immer wieder müssen die Lehrenden den Fragenreigen abbrechen, um im geplanten Stoff weiterzukommen.
Zum Angreifen und Weitergeben gibt’s auch Röhren (Reagenzgläser) mit einer Pflanze mit Knöllchenbakterien. Und obwohl so klein und winzig zeigt eine der bunten, dem Anschein nach KI-generierten, Folien eine Waage, dass die Schale mit allen symbolisch dargestellten Bakterien auf der Welt schwerer wiegt als alle Tiere und Menschen zusammen.
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