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Bildmontage aus Fotos der drei Lehrer:innen, die Merekure gewannen
Bildmontage aus Fotos der drei Lehrer:innen, die Merekure gewannen
26.05.2026

Sogar drei Merkur-Statuen für Lehrer:innen

Merkur-Statuen für die Besten der Besten der privaten Handelsschulen und -akademien VBS (Vienna Business School); Teil 3: Diesmal ging der Publikums-Award an einen Lehrer und für einen weiteren gab’s einen der seltenen Ehren-Merkure.

Nach den besten Einzel-Schüler:innen und jenen in Teams für ihre Projekte ist dieser Teil der Berichterstattung über die 29. Verleihung der gewichtigen (rund fünf Kilo) bronze-farbenen „Pokale“ mit den Flügeln des römischen Gottes Merkur – zuständig für Kaufleute und Diebe – herausragenden Lehrpersonen gewidmet. Und dabei gleich drei von ihnen, wie schon der Untertitel verrät.

Aber nicht in einer sondern in drei verschiedenen VBS (Vienna Business School) unterrichten die mit Statuen ausgezeichneten Kolleg:innen – vor einigen Jahren hatte eine der Schulen keine einzelne Lehrperson, sondern ein Team nominiert und dieses gewonnen.

Neulehrer:innen-Coaching

Der erste dieser Merkure für Pädagog:innen, den die Jury vergab, ging an Birgit Scharitzer-Aubell von der HAK II Hamerlingplatz (Wien-Josefstadt; 8. Bezirk) wo sie seit knapp mehr als 30 Jahren Deutsch, Englisch, Kommunikation & Konfliktmanagement unterrichtet. Neben Mitgliedschaft im Schulgemeinschaftsausschuss (SGA), der Personalvertretung und noch einer Reihe weiterer Aktivitäten war für die Entscheidung der Jury vor allem das Neulehrer:innen-Coaching ausschlaggebend. Seit 2014 unterstützt sie alle neuen Kolleg:innen beim Einstieg in ihren Beruf – ein System, das andere Standorte übernommen haben. Obendrein coacht sie auch Klassenvorständ:innen.

Ihre Würdigung – alle werden vom Schulträger und -erhalter, dem Fonds der Wiener Kaufmannschaft geschrieben – überbrachte Clemens Oistric, Chefredakteur der Gratis-Tageszeitung „heute“ sowie der Online-Ausgabe davon. Als eigene Vorbemerkung erwähnte der Laudator, dass diese und die anderen positiven Auszeichungen gute Nachrichten seine, während er aus einer Branche kommen, die nach dem Motto „bad news are good news“ funktioniere. Wobei er es in seiner Funktion auch in der Hand hätte, „good news“ zu verbreiten, Anmerkung des Berichterstatters hier 😉

Ehren-Merkur für JusHAK und neue Lehrpläne

Nur alle paar Jahre werden Ehren-Merkure verliehen. Bisher waren immer Pensionierungen oder Abgänge von führenden Menschen des Schulträgers, Fonds der Wiener Kaufmannschaft, Anlass dafür, so auch dieses Mal – aber dies kommt erst in einem weiteren Teil der Berichte zur Sprache; neun Merkur-Statuen wurden überhaupt noch nie zuvor vergeben. Der erste Ehren-Merkur für eine noch aktive Person wurde in diesem Jahr einem Lehrer überreicht: Peter Krauskopf. Er ist der Erfinder des Zweigs der JusHAK, die er aber nicht nur für die VBS Schönborngasse in der er unterrichtet, entwickelte, sondern auch ein Netzwerk schuf, das diesen Zweig mit juristischer Bildung auch landesweit verbreitete. Im Rahmen dessen findet seit 2022 auch das Gerichts-Simulationsprojekt „Moot Court“ für Schüler:innen statt – Links zu einer Reportage und Interviews am Ende des Beitrages.

Doch das ist noch lange nicht alles, das dieser engagierte Lehrer – neben seiner Hauptaufgabe – in einer ausführlichen Laudation von WU-Professorin Bettina Fuhrmann, Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der WU Wien – in die Wege leitete. Sie schilderte vor allem die von ihm organisierte, nicht immer widerspruchsfreie, Diskussion um die neuen Lehrpläne aller humanberuflichen berufsbildenden Schulen und das in einem partizipativen Prozess.

Publikums-Award für Vielsprachigen

Schließlich wurde bei der festlichen Gala – zum fünften Mal in der Grand Hall des Erste Campus – Milan Schmieger von der HAK I, Akademiestraße, zur dritten pädagogischen Person im Bunde der Merkur-Preisträger:innen. Er gewann den Publikums-Award. Seit einigen Jahren stimmen die Teilnehmer:innen der Gala via SmartPhones – mit je einer Stimme pro Kategorie – über alle Nominierten ab. Die meisten stimmen fielen auf den Englisch- und Französisch-Lehrer „mit äußerst positivem Feedback von SchülerInnen“, wie es in den Nominierungs-Unterlagen heißt. Nicht zuletzt, weil er Klassenreisen organisiert, Erasmus+-Projekte koordiniert, beim Finden von Pflichtpraktikumsplätzen unterstützt und das ist noch lange nicht alles.

Vielsprachigkeit ist sein Ding. Geboren in Bonn mit einem deutschen Vater und einer mazedonischen Mutter, mit zwei Monaten nach Sofia übersiedelt, erlernte er alle drei Sprachen, maturierte doppelt – in Bulgarien und Deutschland und ist seit seinen Studien fließend 5-sprachig. Was ihn veranlasst, auch seine Schüler:innen zu motivieren, ihre Erstsprachen zu stärken und ihre internationalen Erfahrungen einzubringen. Seine Verdienste würdigte – aus den Unterlagen für die Nominierung – der Vorsitzende des Kuratoriums des Fonds der Wiener Kaufmannschaft (Träger der VBS) und Spartenobmann Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, Martin Heimhilcher.

kijuku_heinz

Wird fortgesetzt mit den weiteren Merkur-Preisträger:innen