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Sesilia Shainidze, Gewinnerin des Children's Awards und ihr - vergrößertes - Sieger:innen-Foto
Sesilia Shainidze, Gewinnerin des Children's Awards und ihr - vergrößertes - Sieger:innen-Foto
26.09.2026

Mehrere Generationen friedlich vereint zu einer Szene orchestriert

Die zehnjährige Gewinnerin des Children’s Awards beim Global Peace Photo Award liebt Theater und fotografieren; junge Georgierin im Gespräch mit Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr…; Teil 1 über den Friedensfotopreis 2026.

Ein Bild wie eine eingefrorene (Freeze), aber alles andere als kalte, ja sogar eine ziemlich herzlich warme Theater- oder Filmszene. Mit diesem Foto, das ihre Familie im Haus der Großmutter, samt Hund, versammelte und das sie „mehr-Generationen-Frieden“ nannte, gewann die zehnjährige Sesilia Shainidze aus dem georgischen Batumi den Childre’s Award beim zum 14. vergebenen Global Peace Photo Award.

Sesilia, die mit ihrer Mutter Marika und ihrer Oma Nino zur Preisverleihung ins Wiener Rathauses gekommen war, hatte im Haus eben dieser Oma ihre Familienmitglieder, samt wie schon erwähnt Hund, in der Wohnküche zu einer Art Bühnensetting inszeniert und im Bild festgehalten.

Liebt Theater

Fotografieren ist eine ihrer Leidenschaften – und das seit Jahren, wie sie Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… im Interview anvertraut. Auf die Frage, ob sie da gleich das Bild im Kopf hatte, das sie einsenden wollte oder vielleicht viele Ideen hatte, meinte sie: Ich hatte zwei Gedanken für ein Bild, das ich einreichen will. Das erste war „nur“ mit meinem Hund, aber da wir viel Wert auf die traditionellen Zusammenkünfte unserer Familie legen, und die oft bei meiner Großmutter stattfinden und sehr lustig sind, hab ich mich für diese Inszenierung entschieden. Ich wollte alle zu einer Szene zusammenstellen, weil ich Theater sehr liebe. Und diese Szene zeigt für mich friedliches Zusammenleben auch zwischen ganz jungen und älteren Menschen.“

Zum zweiten Mal in Wien

Ansonsten steht sie auf Malen und Reisen und in der Schule „mag ich am liebsten Englisch“, so die Antwort auf die entsprechenden KiJuKU-Fragen. Ihre bevorzugten Fotomotive sind Tiere, „besonders unser Hund“, den si übrigens – das verriet der Laudator auf der Bühne – „selber erzogen hat“.

Die Reise zur Preisverleihung aus der zweitgrößten Stadt ihres Heimatlandes (170.000 Einwohner:innen zählt diese Hafenstadt am Schwarzen Meer) „war schon meine zweite nach Wien, im Sommer war ich beim VIG-Camp, eben auch aufgrund ihres Fotos. Die internationale Versicherungsgruppe ruft jährlich die Kinder ihrer Mitarbeiter:innen auf, Fotos, früher gemalte Bilder, einzusenden. Als Lohn winkt die Teilnahme am internationalen Camp in Österreich (KiJuKU hat schon mehrfach berichtet).

Überreichung von Medaille udn symbolischem überdimensionalem Scheck an die Children’s Award-Gewinnerin

Seit 14 Jahren …

… gibt es den vom Fotografen Lois Lammerhuber gemeinsam mit Silvia Lammerhuber ins Leben gerufenen Bewerb. Den Millionen von Fotos, die von Krieg und Gewalt große und kleine Screens und unser aller Köpfe fluten, wollen die Initiator:innen „die vielfältigen Facetten des Friedens“, gegenüberstellen. Wobei sie Frieden als viel mehr als nur die Abwesenheit von Krieg verstehen. Lebensfreude, Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen (Empathie), Wunsch nach Freiheit, Widerstand gegen Gewalt und Unterdrückung… alles, was positives Menschsein in Bildform ausdrücken kann, soll sichtbar und sozusagen vor den Vorhang geholt werden.

Der Bewerb „vervollständigt das Bild vom Menschen, indem er dessen gute Seiten hinzufügt. Er würdigt Bilder, die von Erfolgen statt von Misserfolgen erzählen; von Empathie statt von Hass; von Erhaltenswertem statt von Zerstörung; von Ermutigung statt von Qual; und vom Menschenrecht auf Schönheit“, heißt es dazu unter anderem auf der dazugehörigen Homepage.

27.846 Fotos (rund 3500 mehr als im Vorjahr – diese Preisverleihung fand übrigens erst verspätet vor einem halben Jahr, ebenfalls im Wappensaal des Wiener Rathauses statt; KiJuKU berichtete) aus 144 (132 im Vorjahr) Ländern machten es für die Jury nicht leicht, Gewinner:innen zu küren.

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Gewinnerbild und Fotokünstlerin der Kinder-Kategorie wurden eben vorgestellt. In einem zweiten Teil werden die erwachsenen besten der besten Fotos – in mehreren Kategorien – Einzelbild, Bildserien, Reportagen – vorgestellt; Überblick in der Info-Box.

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Mehr Informationen

INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Global Peace Photo Award

Dieser Preis, der 2013 als Alfred-Fried-Fotografie-Preis (benannt nach dem Friedensnobelpreisträger 1911 – gemeinsam mit Tobias Michael Carel Asser -, sechs Jahre nach Bertha von Suttner) ins Leben gerufen wurde „zeigt die vielfältigen Facetten des Friedens“, heißt es auf der Homepage dieser Initiative von Lois und Silvia Lammerhuber. „Er vervollständigt das Bild vom Menschen, indem er dessen gute Seiten hinzufügt. Er würdigt Bilder, die von Erfolgen statt von Misserfolgen erzählen; von Empathie statt von Hass; von Erhaltenswertem statt von Zerstörung; von Ermutigung statt von Qual; und vom Menschenrecht auf Schönheit.

Der Global Peace Photo Award wird in Kooperation von Edition Lammerhuber, Photographischer Gesellschaft (PHG), UNESCO, Österreichischem Parlament, der Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und -redakteure, des Internationalen Press Institute (IPI), World Press Photo Foundation, POY LATAM, APA – Austria Presse Agentur, der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), Unicef Austria und Vienna Insurance Group ausgelobt.

Für den Award 2026 wurden 27.846 Fotos aus 144 Ländern der Welt eingereicht. Die meisten Einreichungen kamen aus Indien, USA, China, Italien, Deutschland, Frankreich, Nigeria, Russland, Bangladesh und Pakistan.

Juriert wurden die Einreichungen von einer hochkarätigen, internationalen recht großen Jury –> globalpeacephotoaward –> jury

Und hier die

Preisträger:innen 2026

Children’s Award:
Sesilia Shainidze (Georgien), „Mehr-Generationen-Frieden“

Kategorie Einzelbilder UND Friedensbild des Jahres:
Silvia Alessi (Italien): The Cut (Der Schnitt)

Kategorie Bildserien:
Alred Fried Friedensmedaille, Reportagen

Antonio Denti (Italien), Il Mare Mezzo (Das Meer in der Mitte)

Aleksandra Kossowska (Polen): The World by Touch (Die Welt durch Berührung)

Mahmoud Abu Hamda (Gaza / Palästina): Wings of Childhood and Peace (Flügel der Kindheit und des Friedens)

Global Peace Photo Award